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endlich leben - Zeltgespräche

Lernraum Trauer, Tod & Sterben. Gespräche rund um das, was am Friedhof offensichtich ist: das Leben ist endlich.

Ein Friedhof erweist sich als ein „Andersort“.

Der Begriff Heterotopie – auch als „Andersort“ bezeichnet – geht auf den französischen Philosophen Michel Foucault zurück. Im Gegensatz zur Utopie ist ein Andersort ein real existierender Ort innerhalb der Gesellschaft, der jedoch einen Gegen-Ort darstellt, außerhalb des gewohnten Alltags.

Einen solchen Ort zu betreten - mag für den einen oder anderen Menschen -  als Zumutung empfunden werden:

Denn wer einen Friedhof betritt, wird unweigerlich mit der eigenen Endlichkeit und der Endlichkeit der Menschen, die einem etwas bedeuten, konfrontiert.

Er erweist sich auch als Ort

  • der Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben und Tod
  • der Sehnsucht nach einem gelebten Leben und erfüllter Zeit
  • gelöster und ungelöster Konflikte – mit sich selbst und mit anderen
  • der Abrechnung mit dem Leben
  • Hoffnung und des Vertrauens, sichtbar in Symbolen, Zeichen und Gesten
  • Transzendenz und der Verbundenheit über Raum und Zeit hinaus
  • an dem Leben anders neu weiterleben, weiterwachsen, sich entwickeln kann
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